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Den Ausgangspunkt dieses Texts bildet das Desiderat, grose geolinguistische Korpora effizient auszuwerten, ohne dabei bedeutende Teile der Variation unberucksichtigt zu lassen. Ziel ist es, umfassende Datenmengen zur diatopischen Variation (d. h. komplette Atlasprojekte oder ihre Teilkorpora) aus einem Blickwinkel zu betrachten, der sowohl die Gesamtvariation als auch die Besonderheiten einzelner Varianten angemessen berucksichtigt, und dabei Strukturen aufzudecken, die dem blosen Auge der Dialektologin/des Dialektologen aufgrund der Unuberschaubarkeit der Daten verschlossen bleiben. Die Suche nach diesen latenten Strukturen ist im Zuge der quantitativen Dialektologie bzw. Dialektometrie in eine paradoxe Situation geraten. Zwar entstehen durch die Aggregation groser Datenmengen hierarchisch hochrangige Darstellungen der Variation; welche Variablen dabei fur welche Strukturen verantwortlich gemacht werden konnen, bleibt aber unklar. Ebenso besteht das Problem, dass die Wahl der zugrundegelegten Datenbasis das Resultat pradeterminiert. Bezuglich des ersten Punkts findet sich etwa bei GOEBL (2005: 500) folgende Passage:
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