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Zusammenfassung: Inspiriert durch einen Aufsatz des Soziologen Bent Flyvbjerg über Fallstudien untersucht dieser Beitrag folgende fünf allgemeine Missverständnisse in der Geschichte und Entwicklung der Praktischen Theologie als akademischer Institution: (1) Praktische Theologie ist eine ausgegrenzte Disziplin in einer ernsthaften Identitätskrise. (2) Das Problem der Praktischen Theologie und theologischer Ausbildung ist das klerikale Paradigma. (3) Praktische Theologie und Pastoraltheologie sind austauschbare Begriffe. (4) Es ist unmöglich, Praktische Theologie zu definieren, oder, umgedreht, ist ganz einfach zu definieren (etwa als Untersuchung der Beziehung zwicschen Glauben und Handeln). (5) Praktische Theologie ist zum Teil oder als Ganze deskriptiv, empirisch, interpretativ, und nicht normative, theologisch, und, in bestimmter Hinsicht, christlich. Es werden alle Missverständnisse beschrieben, Korrekturmöglichkeiten vorgeschlagen und schließlich gefolgert, dass drei Jahrzehnte der Entwicklung auf diesem Feld und paralleler Prozesse anderer Bereiche der Wissenschaft es nahe legen, die ursprüngliche Intuition zu bestätigen, dass es einen alternativen Weg theologischen Denkens geben müsse und diese Disziplin daran weiter zu arbeiten hat.
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