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1. Ausgangspunkt Die Dialektologie, nicht nur des Deutschen, hat im 20. Jahrhundert - neben dem Wortschatz - besonders die Lautung und die Morphologie der Dialekte fokussiert. Diese Forschungs- schwerpunkte findet man auch in der historisch-vergleichenden und junggrammatischen Sprachwissenschaft (vgl. GARDT 1999, 268-288), mit der die Dialektologie im 19. Jahrhun- dert eng verbunden war; man vergleiche hierzu die Impulse von PAUL (1880 (1995), bes. Kap. 2) fur die Dialektologie und, umgekehrt, von GEORG WENKERs Sprachatlas des deutschen Reichs (Karten ab 1888) fur die Debatte um die Lautgesetze. Die Syntax der Dialekte wurde bis auf wenige Ausnahmen vernachlassigt (vgl. WEISE 1909), unter anderem, weil man die augenfalligen Abweichungen von der literarischen Norm als typisch fur die gesprochene Sprache schlechthin auffasste und nicht als raumbildend ansah. In der Folgezeit wurde von wesentlichen Teilen der Dialektologie daruber hinaus eher ein Zusammenhang mit der volks- kundlichen als mit der systematisch-sprachwissenschaftlichen Forschung hergestellt, wie es zum Beispiel der Worter und Sachen-Ansatz zeigt (vgl. dazu als prototypisches Beispiel den Sprach- und Sachatlas Italiens und der Sudschweiz, JABERG/JUD 1928-1940). 1
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