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ZusammenfassungDer Begriff ›postdramatisches Theater‹ bezeichnet eine Theaterform, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt und vielfältig ausdifferenziert wurde. Er bezeichnet sowohl Bereiche des Sprech-, Tanz-, Musik-, Figuren- bzw. Objekttheaters sowie der Performance Art, der Videokunst, der Installation, der Site-Specific-Art sowie der Netzkunst. Das Präfix »post« soll anzeigen, dass dabei nicht mehr der schriftlich fixierte Text im Zentrum der Inszenierungs- und Aufführungspraxis steht, sondern andere szenische Elemente und theatrale Gestaltungsmittel wie Darsteller und deren Mimik, Gestik und Proxemik, Maske, Kostüm, Bühne, Requisiten, Ton, Licht und Raum grundsätzlich als gleichrangige Elemente erachtet werden. Das gilt ebenso für den Einbezug anderer Künste und Medien wie Fotografie, Film, Fernsehen, Hörfunk, Musik, Tanz, Video und Internet in das theatrale Ereignis. Demgemäß wird, wenn von postdramatischem Theater die Rede ist, auch der literarische Text nur vor dem Hintergrund des Beitrags betrachtet werden können, den dieser für das Theater und vom Theater her für die Literatur leistet.
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