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Daß ein gesellschaftlicher Bedarf an professionalisierten Formen der Lösung von Verständigungsproblemen besteht, sieht man z.B. am zunehmenden Einsatz von Mediatoren in umweltpolitischen Auseinandersetzungen. Solche Mediatoren arbeiten etwa auf der Basis des Konzepts vom kooperativen Diskurs nach Habermas (vgl.z.B.Renn & Webler 1994).Demgegenüber werden Resultate der linguistischen Verständigungsforschung bisher nicht systematisch berücksichtigt.Deshalb sollten in der Linguistik neue Anstrengungen unternommen werden, die vorliegenden Forschungsergebnisse verstärkt in Praxisbereiche einzubringen und die bisherige Theorieentwicklung fortzuschreiben.Auf eine Auswertung entsprechender Untersuchungen kann hier nicht im Detail eingegangen werden.Das Hauptproblem der bisherigen Verständigungsforschung besteht aber darin, daß keine genügend präzise Rahmentheorie für die Systematisierung der vorliegenden empirischen Ergebnisse entwickelt wurde.Stellvertretend soll dies im folgenden für den theoretischen Ansatz von Coupland, Giles & Wiemann (1991) diskutiert werden.Dabei zeigt sich nämlich, daß die von diesen Autoren beschriebenen Konzeptionsprobleme der Verständigungsforschung u.a.auf einer mangelnden theoretischen Differenziertheit beim zugrunde gelegten Begriff des Verständigungsproblems beruhen.Die betreffenden Probleme lassen sich im verständigungstheoretischen Ansatz von Kindt & Weingarten (1983) vermeiden, und deshalb soll für die Theoriefortschreibung hieran angeknüpft werden.Dieser Ansatz wurde zwar in Arbeiten wie Selting (1987) als theoretisches Konzept aufgegriffen, aber bei der praktischen Analyse von Verständigungsproblemen nicht systematisch angewendet.Dies betrifft insbesondere die seinerzeit eingeführte Typologie von Verständigungsproblemen, also die Unterscheidung von Sachformulierungs-, Sprachformulierungs-, Sprachverstehens-und Sachverstehensproblemen,
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