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ZusammenfassungAus guten Gründen scheint es heute selbstverständlich zu sein, dass man beim Nachzeichnen der Rezeptionsgeschichte der Aristotelischen Philosophie das Mittelalter nicht mehr auslassen kann. Es ist über ein Jahrhundert her, seit Clemens Baeumker mit seinem historisch-kritischen Ansatz die Erforschung der Philosophie des Mittelalters auf ein wissenschaftliches Fundament stellte, sie aus den Verkrustungen neuscholastischer Interpretationen herauslöste und dieser Epoche, über die man zwei Generationen zuvor noch mit »Siebenmei-lenstiefeln«1 hinweggehen zu können glaubte, den Weg in die Darstellungen der Philosophiegeschichte bahnte. Viel Grob- und Feinarbeit wurde in diesen hundert Jahren auf das Herausarbeiten des genuin Philosophischen des mittelalterlichen Geisteslebens verwendet, und insbesondere die zentrale Rolle des Aristoteles für die methodologische, doktrinelle und nicht zuletzt institutionelle Fortentwicklung der Philosophie2 ist heute auch außerhalb der Mediävistik bekannt.
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