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Mit dem Aufkommen der Aktionskünste in den späten 1950er Jahren kam Bewegung in die bildende Kunst der Nachkriegszeit. Diese Entwicklung deutete sich bereits in der gestischen Malerei und Plastik der frühen 1950er Jahre an, dem action painting des abstrakten Expressionismus und des Tachismus und den kinetischen Skulpturen des Postkonstruktivismus und des Neuen Realismus in Europa und den USA.1 Im Gegensatz zu den traditionellen Bildkünsten, die in den 1950er Jahren die Bewegung als Sinnbild des künstlerischen Prozesses thematisierten und reflektierten, nach wie vor aber einem auf das Objekt fixierten Kunstbegriff verpflichtet waren, folgten die neuen aktionistischen Kunstformen, die sich in den frühen 1960er Jahren etablierten, insbesondere die unter dem Begriff ›Intermedia‹ zusammengefassten Formen Happening, Fluxus und Performance, einem stärker handlungsbasierten Ansatz.2 Der Paradigmenwechsel vom Objekt zur Handlung als Form und Ausdruck der Kunst war nicht nur kunsttheoretisch, sondern auch gesellschaftspolitisch motiviert.
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