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Projekte der Kritik haben in der deutsch- und englischsprachigen Sozialen Arbeit gegenwärtig in zweifacher Weise Konjunktur. Erstens positioniert sich in jüngster Zeit eine wachsende Zahl sozialer Initiativen als Akteure der Kritik: zum Beispiel der wieder gegründete Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS), die Linzer und die Soltauer Initiative, der Verein Kritische Soziale Arbeit in Wien (Kriso), das gleichnamige Forum für kritische Soziale Arbeit in Zürich, das Social Work Action Network (SWAN), aber auch diverse Zusammenschlüsse und sozialpolitische Offensiven auf kommunaler Ebene. An Hochschulen und im Rahmen von Konferenzen und Tagungen werden – zweitens – Fragen der Kritik an Sozialer Arbeit und einer Kritischen Sozialen Arbeit in Ringvorlesungen, Symposien und Arbeitsgruppen explizit zum Thema gemacht. Diese neue Konjunktur von Theorieprojekten der Kritik findet sich außerdem in einzelnen Zeitschriftenbeiträgen, die sich spezifischen Aspekten einer kritischen Theorie und Praxis Sozialer Arbeit widmen (vgl. Otto et al. 2010; Staub-Bernasconi 2010), in einer Reihe von Schwerpunktheften (vgl. Kurswechsel 2009; Widersprüche 2006), einer eigenen Buchreihe (Perspektiven Kritischer Soziale Arbeit, VS-Verlag) und neben dem vorliegenden noch weiteren Readern bzw. Monografien, die bereits erschienen oder noch in Arbeit sind und in denen Positionen und Perspektiven einer kritischen Sozialen präsentiert und diskutiert werden (vgl. Ferguson und Woodward 2009; Seithe 2010; Hünersdorf und Hartmann 2012; Schimpf und Stehr 2012).
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