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Am 15.3. 1939, noch im dänischen Exil, notierte B. in sein Journal, er habe vor »ein paar Tagen […] den alten Entwurf von ›Der gute Mensch von Sezuan‹ wieder hervorgezogen« (GBA 26, S. 332). Dabei handelte es sich um zwei kleine Textbruchstücke, die um 1930 entstanden und mit Die Ware Liebe überschrieben sind (GBA 6, S. 280f.). Die beiden Entwürfe enthalten bereits den Grundriss der Fabel. Die Prostituierte, als der »Prototyp der kapitalistischen Entfremdung« (Joost, S. 286), »sieht, daß sie nicht zugleich Ware und Verkäufer sein kann« (GBA 6, S. 280). Nachdem sie ein kleines Geldgeschenk erhalten hat, eröffnet sie einen Zigarrenladen und lebt mit einem Gehilfen zusammen. Als sie ein Kind von ihm erwartet, verkleidet sie sich als Mann und schlägt sich auf die Seite der Ausbeuter: Nur der entgeht der Ausbeutung, »der selbst ausbeutet«; die »Flucht aus der Prostitution« führt jedoch »auf einer anderen Ebene wieder in die Prostitution« zurück (Joost, S. 286).
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