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Altern als mehrdimensionaler ProzeB Zu den Ergebnissen der modernen Gerontologie gehort Erkenntnis, daB Altern einen mehrdimensionalen ProzeB darstellt. In verschiedenen Funktionen zeigen sich auch beim Individuum unterschiedliche Verlaufsformen. Wahrend in einzelnen Be reichen durchaus Beeintrachtigungen und Defizite auftreten konnen, ist in anderen Konstanz oder sogar eine Zunahme von Fahigkeiten und Fertigkeiten zu beobach ten. Lehr fordert, durch breit angelegte Langsschnittstudien Mehrdimensionali tat der individuellen Verlaufsformen des Alterwerdens aufzuzeigen und das Bedin gungsgefUge in ter- und in traindi vidueller Varian ten zu erhellen (10, S. 328 f.). Mehrdimensionale Intelligenzmodelle Die Erforschung der Intelligenzentwicklung im hoheren Erwachsenenalter spiegelt das Problem der Generalitat vs. Differenzierung wider. Wahrend sich Autoren, in der ersten Halfte dieses Jahrhunderts Erforschung der Intelligenzentwick lung vorantrieben, einig waren, daB man intellektuelle Leistungsfahigkeit immer mit mehreren Untertests oder einer Testbatterie untersuchen muB, urn ihrer Struk tur gerecht zu werden, faBte man Testwerte trotzdem zu einem einzigen Zahlen wert zusammen. Man war an einem Gesamtergebnis interessiert, urn ein MaB fUr die Intelligenz eines Individuums zu erhalten. So ist auch das Zustandekommen der Intelligenzkurven von Jones und Conrad, Miles und Wechsler zu erklaren, Grundlagen des Defizit-Modell des Alterns darstellen (vgl. 10, 48ff.). Dabei haben sich bereits damals deutliche Ansatzpunkte fUr eine Altersdifferenzierung er geben.
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