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In Kleists Texten übernehmen Dinge häufig die Aufgabe der Verknüpfung, oft allerdings mit fatalen Folgen. In dieser Funktion kommen sie sowohl auf motiv- und figurenbezogener Ebene als auch auf semiotischer und struktureller Ebene zum Einsatz: Die Bombenpost dient der Verknüpfung von Räumen, der zerbrochene Krug der von Zeiten und Generationen, fungiert er doch als Erinnerungsund Erbstück. Die Buchstabenwürfel in ›Der Findling‹ dienen der Verknüpfung von Figuren (Colino/Nicolo und Nicolo/Elvire), so wie Körperteile, Zähne, Haare in ›Die Herrmannsschlacht‹ der von Verbündeten, wenn Herrmann beispielsweise durch die Verschickung von Hallys Leichenteilen — »zerstückt« — die germanischen Stämme zusammenbindet.1 Der Handschuh in ›Prinz Friedrich von Homburg‹ verknüpft Traum und Wachheit (»Dies Stück des Traums, das ihm verkörpert ward«; Vs. 1669), das knisternde Stroh in ›Das Bettelweib von Locarno‹ die Toten mit den Lebenden; die getauschten Kleider in ›Familie Schroffenstein‹ verbinden die Liebenden.
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