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Zusammenfassung: Dieser Beitra g fokussiert die soziale Dimension von Emotionen und Ges ten, die auf das korperlich-sinnlich e Eingebundensein des Menschen in seinen sozialen Kontext verweist und im institutionellen Rahmen der Schule oftmals zugunsten kognitiv-intellektueller Kompetenz-Bildung und ergebnisorientierter Qualitatserfassung in den Hintergrund tritt. Zunachst werden auf der Grundlage der aktuellen Emotions- und Gestenforschung Emotionen und (emo tive) Gesten als sozial-dynamisches Phanomen konzeptualisiert, das als korperlich-sensueller In dikator zwischen interner und exte rner W elt fungiert und die institutionellen Beziehungen nicht nur gestaltet, sondern signifikant beeinflusst. Sodann wird skizziert, inwiefern eine prozess- und praxisbezogene Perspektive die empirisch-rekonstruktive Erfassung zirkularer W irkungen ermoglicht. Schlies lich wird anhand exemplarischer Samples aus dem erhobenen Datenmaterial herausgearbeitet, wie Emotionen und Gesten in sozialen Performances ihre performative, wirk lichkeitskonstituierende Kraft entfa lten und wie ‚Emotionsepisoden‘ schulische V erbindlichkeiten hervorbringen, indem feeling rules ausgehandelt, Gemeinschaftserlebnisse bearbeitet und Status positionen (re)prasentiert werden. Der Beitrag entwirft Emotionen als bedeutsame Komponenten von Sozialitat, die im erziehungswissenschaftlichen Diskurs eine spezifische Aufmerksamkeit verdienen.
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