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Zusammenfassung: Okonomie der Faszination: Dubai und Las Vegas als Beispiele thematisch inszenierter Stadtlandschaften Hohe Investitionen im Immobilienund Tourismussektor sowie stark ansteigende Tourismusund Zuwanderungszahlen haben in Dubai und Las Vegas zu einem anhaltenden Wirtschaftsboom gefuhrt. Gleichzeitig ist vor dem Hintergrund einer Urban Governance und der Ubertragung von Kompetenzen an private und semi-staatliche Akteure in beiden Metropolen ein rascher Stadtumbau mit unzahligen Erlebnis-, Einkaufsund Kunstwelten initiiert worden. Eine Entwicklung, die durch eine weitgehende Inszenierung der Lebenswelt und vor allem eine ? Okonomie der Faszination gepragt ist: Kasinound Hotel landschaften, die verschiedene Schauplatze vom antiken Rom bis zum heutigen New York simulieren, kunstliche Inseln in Gestalt von Palmen oder ganzen Weltkarten sowie weitere Superlative in Form von thematisch inszenierten Einkaufszentren und Sportarenen sind die augenscheinlichsten Folgen dieser rasanten Entwicklung. Dubai und Las Vegas sind damit nicht nur Vorreiter einer allgemeinen Kommerzialisierung und Erlebnisorientierung im Zeitalter wirtschaftlicher und kultureller Globalisierung, sondern auch Extrembeispiele einer postmodernen Stadtentwicklung. Im vorliegenden Beitrag werden anhand der beiden Beispiele Dubai und Las Vegas Leitlinien fiir eine Forschungs perspektive ? Okonomie der Faszination entwickelt. Fiir ein analytisches Verstandnis sind zunachst allgemeine Trends und Entwicklungslinien vor dem Hintergrund von Urban Governance, Erlebnisorientierung und Kommerzialisierung wesendich. Sie ergeben den Ausgangspunkt fiir eine Analyse der Wirkungsmechanismen von ?Aufmerksamkeit und ?Faszination, die als wesentliche Aspekte einer ?Okonomie der Faszination gesehen werden. Fiir ein Verstandnis dieser Mechanismen sind die wirtschaftlichen Zusammenhange, Akteure und Handlungsprozesse von besonderer Bedeutung. In Anlehnung an GlDDENS' Strukturationstheorie (1984) und Benno Werlens ?Sozialgeographie alltaglicher Regionalisierungen (1995, 1997) bietet sich deshalb eine handlungstheoretische Grundperspektive an. Gleichzeitig werden jedoch die okonomisch orientierten Bemiihun gen um Aufmerksamkeit iiber eine postmoderne Asthetik und symbolische Aufladungen umgesetzt. Die Ausformulierung einer ?Okonomie der Faszination als Forschungsperspektive erfordert deshalb neben der handlungstheoretischen Grund perspektive eine Erweiterung um semiotische Ansatze.
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