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Gegenwärtige neigen dazu, ihre eigene Zeit höher als alle Zeit vorher zu stellen. Vielleicht muss das so sein. Wenn sie dabei aber vergessen, dass Menschen als moralische, gefühlsbetonte, gesellschaftliche Wesen im Verhältnis zu dem, was sie in kultur- und apparatetechnischer Hinsicht aufwändig zu leisten vermögen, eher immer gleich, jedenfalls verzögert und manchmal auch antiquiert sind (Anders, 1946), dann droht im Vergessen die Gefahr, dass sie sich im Glanz imponierender Äußerlichkeiten sicher und gerecht fühlen, weil sie meinen, auf dem neuesten Stand der Mode sei man auch besser. Es ist, um dem zu begegnen, daher richtig, alle Definitionsakrobatiken und schematisierenden Rollenerwartungen und -Zuweisungen gelegentlich beiseite zu tun, sie als das durchzumustern, was sie ihrer Art nach sind, nämlich Hilfsmittel bei dem Versuch, in einer recht unübersichtlichen Welt mit begrenzter Freiheit und begrenzten Mitteln etwas Vernünftiges anzufangen. Kern und Maßstab muss der Dialog zwischen Menschen in Verhältnissen sein, die ihn in humaner Hinsicht fordern. Das Handwerkszeug im weitesten Sinne, all die diagnose-, therapie- und sicherheitsbezogenen Regelsysteme, ist dafür nützlich, manchmal auch unentbehrlich, um sonst kaum Zugängliches verstehen, um helfen und schützen zu können. Während der Dialog jedoch prinzipiell ohne Handwerkszeug auskommen kann, ist das Handwerkszeug ohne Dialog unnütz, vielleicht schädlich.
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