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ZusammenfassungWie der Mythos vom Wettkampf zwischen Athene und Arachne reicht auch der Mythos vom Labyrinth, dem Ariadnefaden und Daidalos bis in das zweite Jahrtausend v. Chr. zurück, die Zeit der minoischen Kultur. Zugleich ist dieser Mythos eng mit den Anfängen des »logos« verknüpft, der Vernunft im Sprechen, Denken und Sein. So sieht der italienische Philosoph und Nietzsche-Herausgeber Giorgio Colli in der »technischen Klugheit« des sagenhaften Handwerkskünstlers Daidalos, dem Erbauer des Labyrinth, »die erste Formulierung eines logos«; das Labyrinth stellt sich für ihn »als eine menschliche Schöpfung dar, als die des Künstlers und Erfinders, des Mannes der Erkenntnis und des apollinischen Individuums«; Ariadne schließlich, das »Symbol, das den Menschen rettet, ist der Faden des logos«, sie »liefert dem Helden die Kontinuität«.[1]
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