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Spätestens seit Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderts das “Rätsel der Weiblichkeit” als lösenswerte Aufgabe in den Mittelpunkt des Interesses rückte, avancierte Männlichkeit im Gegenzug zu einer Größe, die scheinbar nur wenig Überraschungen zu bieten hatte. Sie präsentiert sich fortan als erforschter “Kontinent”, den auch die Psychoanalyse als erstes entdeckt und vermessen hat (Rhode-Dachser: 1991). Zu Anfang des 21. Jahrhunderts sind die Seiten vermutlich vertauscht. Während wie einst im 18. und 19. Jahrhundert vornehmlich Frauen und Weiblichkeit im Fokus der Forschung (und nun vor allem im Fokus der Forscherinnen) stehen, scheint Männlichkeit heute umgekehrt zu jenem ‘dunklen Kontinent’ geworden zu sein, den Freud für die Weiblichkeit gleichsam reserviert hatte.
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