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Die Geschlechterforschung hat im letzten Jahrzehnt, wie Inge Stephan (2000b, S. 296; vgl. auch Hof 2003) beobachtet, eine »kulturwissenschaftliche Neuorientierung« vollzogen. Zu verzeichnen ist eine »Hinwendung zu neuen Themen und Forschungsmethoden«, zu denen Stephan auch ›Gedächtnis‹ und ›Erinnerung‹ (vgl. ebd.) zählt. Interdisziplinäre Sammelbände mit Titeln wie Women and Memory (Lourie/Stanton/Vicinus 1987), Gender and Memory (Leydesdorff/Passerini/Thompson 1996), Gedächtnis und Geschlecht (Eschebach/Jacobeit/Wenk 2002) und Gender and Cultural Memory (Hirsch/Smith 2002) legen beredtes Zeugnis von den aktuellen Diskussionen ab. Eine theoretische, historische und kulturvergleichende Perspektivierung der »Frage, wer wie, was, wozu, warum und für wen erinnert« (Stephan 2000a, S. 84), gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben der Gender Studies.
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