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In Wahlkämpfen haben die Wähler viele Möglichkeiten, sich über die Kandidaten, die Ziele der Parteien und die Bilanzen der amtierenden Regierung zu informieren. Hierbei kann man grundsätzlich drei Arten von Informationsquellen unterscheiden: Erstens stehen den Wählern direkte Parteiquellen zur Verfügung. Allerdings bieten Wahlplakate, Anzeigen, TV-Spots und Postwurfsendungen nur wenig Raum für substanzielle Informationen und sollen vor allem Aufmerksamkeit generieren. Die Internetseiten der Parteien, Infostände und Wahlkampfveranstaltungen mit führenden Politikern bieten zwar Raum für substanzielle Informationen, verlangen von den Wählern aber eine aktive und relativ aufwändige Informationssuche. Im Bundestagswahlkampf 2005 haben deshalb nur 10 Prozent der Wähler zumindest eines der Wahlprogramme der Parteien gelesen (Maurer 2007a; zu ähnlichen Befunden für vergangene Bundes- und Landtagswahlen siehe Schmitt-Beck/Pfetsch 1994; Ohr/Schrott 2001; Kepplinger/Maurer 2005: 58 ff.). Kaum jemand hat eine Parteiveranstaltung besucht. Wahlplakate und Wahlwerbespots sind den Wählern zwar aufgefallen, wurden jedoch nicht als informativ wahrgenommen.
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