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Die Weltbank lastete die zunehmend in Frage gestellte Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), speziell in Subsahara‐Afrika, einer „crisis of governance“ an. Nach dem Ende des Kalten Krieges machte deshalb die westliche Gebergemeinschaft Good Governance (d. h. Rechtsstaatlichkeit, Respektierung grundlegender Menschenrechte, Korruptionsbekämpfung) zur Voraussetzung einer Erfolg versprechenden EZ. Gleichzeitig vollzog sich in der Wirtschafts‐ und Entwicklungstheorie ein Paradigmenwechsel jenseits des Washington‐\nKonsensus. Die Neue Institutionenökonomik setzte dem Mainstream der Neoklassik die Erkenntnis entgegen: Institutions matter. Good Governance wurde zum Leitbild von funktionstüchtiger Staatlichkeit und Entwicklung. Dieses normative Leitbild blieb nicht von Kritik verschont, da ihm unterstellt wurde, mittels ordnungspolitischer Konditionen die westlichen Vorstellungen von „guter Regierungsführung“ verbreiten zu wollen. Als schwieriger erwiesen\nsich jedoch die Probleme, von außen den Aufbau demokratischer Strukturen zu fördern.\nDieser INEF‐Report rekonstruiert nicht nur die internationale Debatte über Good Governance, sondern auch die Versuche, durch die Konstruktion von Indices Fort‐ und Rückschritte auf dem schwierigen Weg zu Good Governance zu messen.
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