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1. Einleitung Die Konsequenzen zunehmender raumlicher Mobilitat fur Mensch und Umwelt und die gesellschaftlichen Ursachen und Folgen ungleich verteilter Mobilitatschancen fanden bis in die 1990er Jahre kaum sozialwissenschaftliche (und auch selten verkehrspolitische) Beachtung (Rammler 1999). In der Umweltsoziologie spielte Mobilitat bisher ebenfalls eine untergeordnete Rolle und wurde stattdessen haufig als ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliches Thema angesehen (Buhr u.a. 1999; Scholler 2007). In den letzten Jahren ist das sozialwissenschaftliche Interesse an Verkehrs- und Mobilitatsfragen allerdings masgeblich gestiegen. So hat es besonders in der englischsprachigen Literatur Vorschlage fur einen theoretischen und methodologischen Kurswechsel in der Soziologie gegeben, welcher eine Priorisierung von Mobilitat und die Ablosung tradierter sozialwissenschaftlicher Paradigmen durch ein „neues Mobilitatsparadigma“ propagiert (Cresswell 2006; Sheller/Urry 2006; Urry 2000a und b, 2007). Gleichzeitig wurden Kernkonzepte der empirischen Sozialforschung wie die Zentralitat des Nationalstaates als Untersuchungseinheit in Frage gestellt (Appadurai 1996) und Themen wie (umweltbedingte) Migration und Verkehrs- und Raumplanung fanden zunehmend Beachtung. Das gestiegene Interesse an Mobilitatsfragen in der Umweltsoziologie hat verschiedene Grunde. Zum einen hat Mobilitat in ihrer Rolle als
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