No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
AuszugWir lebten bisher in einer Industriegesellschaft. Das hiess, dass die meisten Menschen mit Stoffbearbeitung beschäftigt waren; dazu war hoher Energieeinsatz notwendig. Jetzt stehen wir mitten in einer raschen Evolution, die viele Menschen eine Revolution nennen. Es ist eine Medienwende wie damals, als die beweglichen Lettern des Johannes Gutenberg unsere Kultur umzustülpen begannen. Eine neue Galaxis — im Zentrum der Computer. Viele technische Instrumente tragen zu dieser Wende bei, Glasfaserkabel, Satelliten, Anrufbeantworter, Buchungsautomaten, Videorecorder, Mobiltelefone. Der Computer aber integriert alle anderen Medien. Telefon, Fernsehapparat und Personalcomputer werden zusammengeschaltet. Immer mehr Menschen werden miteinander in einem Netz verbunden. Sie haben Rückkanäle. Eine blitzschnelle Punkt-zu-Punkt-Kommunikation über die ganze Welt wird möglich. Dies wird vor allem unsere Wirtschaftsstruktur vollständig verändern. Wir bekommen eine neue Form der Marktwirtschaft, eine wildere, anarchische, dehnbare, spekulationsgetriebene, weltweit operierende Wirtschaft. Man könnte diesen neuen Kapitalismus den digitalen Kapitalismus nennen. Daraus entsteht ein gewaltiger Produktivitätsschub. Denken Sie an die Landwirtschaft: Drei Prozent der Erwerbstätigen produzieren heute mehr Lebensmittel als früher einmal zwanzig oder fünfundzwanzig Prozent. Ganz ähnlich geht das mit der Industrie. Alle Prognosen zeigen uns, dass wir zur Produktion der notwendigen Güter (Stichwort: Stoffumwandlung) nur noch fünfzehn Prozent der Erwerbstätigen brauchen werden. Diese Entwicklung treibt uns über die Schwelle von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 5 citations exist upstream.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.