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Bildungsstandards werden gegenwärtig als zentrale Elemente einer Politik zur Modernisierung des Schulwesens propagiert. Sie sollen Zielwerte für die Systemleistung definieren; darauf bezogene Tests sollen jenes „Steuerungswissen“ produzieren, das eine erneuerte — rationale und effektive — Systemsteuerung des Bildungswesens ermöglicht, die letztlich zur Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit führen soll. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Diskussion der Frage, auf welche Weise Bildungsstandards ihre erhofften Steuerungswirkungen entfalten können. Dafür greife ich auf erste empirische Erfahrungen mit der Implementation einer Politik der Bildungsstandards in Österreich zurück. Nicht ist Gegenstand dieses Beitrages eine prinzipielle Diskussion der Chancen und Gefahren von Bildungsstandards (Altrichter/Posch 2004). In einem ersten Schritt will ich den Stellenwert der „Standard-Politik“ in dem Szenario der aktuellen Bemühungen zur Modernisierung der Schulsysteme klar machen. Daran anschließend werden in Kapitel 2 Ergebnisse empirischer Studien zur Einführung von Bildungsstandards vorgestellt und in Hinblick auf ihr Potential zur Veränderung des Steuerungssystems im Schulwesen interpretiert. In Kapitel 3 werden schließlich weiterführende Überlegungen in Hinblick auf Chancen und Probleme der Implementierung eines neuen Konzepts der Bildungssteuerung zur Diskussion gestellt. Meine Argumentation bezieht sowohl ihre Politik-Beispiele als auch ihre empirische Basis aus Österreich; an einige Stellen sollen Verweise zur Situation in Deutschland zu Vergleichen und Diskussionen einladen.
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