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Transdisziplinarität ist in den letzten Jahren vor allem im Rahmen der Umwelt- und Nachhaltlgkeltswlssenschaft aber auch in der Technologiefolgenabschätzung, der Forschung zur Nord-Süd-Thematik sowie im Bereich der Gesundheitswissenschaften breit diskutiert und fortlaufend weiterentwickelt und spezifiziert worden. Im wesentlichen wird mit dem Begriff der Transdisziplinarität insbesondere im deutschsprachigen Europa eine Art der Forschung bezeichnet, die von konkreten gesellschaftlichen Problemen ausgeht, in der Bearbeitung wissenschaftliche Disziplinen wie auch die Grenzen der Wissenschaft überwindet, einen wechselseitigen Lernprozess von Hochschule und Praxis anstrebt und zur Problemlösung bzw. -transfermation beitragen soll. Der vorliegende Beitrag fasst die wesentlichen Elemente der internationalen Diskussion um Transdisziplinarität knapp zusammen und macht sie für die Umweltsoziologie nutzbar. Illustriert werden diese Überlegungen mit einigen Beispielen aus meinen konkreten Forschungserfahrungen. Ich wähle einen betont persönlichen Bezug, um zu zeigen, wie wichtig aus meiner Sicht der konkrete Forschungsprozess, das Lernen am Fall ist. Fähigkeiten und Kenntnisse der Transdisziplinarität müssen in der persönlichen Auseinandersetzung zwischen praktischem Tun und theoretischer Reflexion angeeignet werden. Diese persönliche Sicht wird ergänzt, um eine kritische Diskussion aus Sicht der Wissenschaftssoziologie. Der Fokus liegt dabei auf der für die Forschenden in der Transdisziplinarität entstehenden Rollenkonflikte. Zum Schluss werde ich einige Folgerungen für die stärkere Berücksichtigung von Transdisziplinarität im Rahmen der Umweltsoziologie ziehen.
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