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Unter anthropologischer Perspektive interessiert das Thema Sinne und eine Pädagogik der Sinne vorrangig unter den Gesichtspunkten seiner Historizität sowie Kultur- und Diskursabhängigkeit. Anstatt natürlicher oder naturgegebener und so gesehen gültiger Sachverhalte werden eher kulturelle Praktiken in den Blick genommen. Anstelle von Definitionen wird auf Definitionsmacht und auf diverse Prozesse einer Bedeutungskonstitution abgehoben, die sich auch widersprechen können. Die Hervorbringung von Welt (und damit auch von Wissen und Bewusstseinsprozessen) wird nicht zuletzt an leiblich-sinnliche Prozesse und an Handeln gebunden, wobei angenommen wird, dass diese auf soziale und gesellschaftliche Bedingungen einwirken, von denen sie zugleich bestimmt werden.
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