Die imitatio Alexandri in der römischen Geschichte erscheint als Phänomen auf den ersten Blick bereits gut erforscht.Insbesondere in der althistorischen Forschung bildete die Frage der Nachahmung des großen Makedonen unter den bekanntesten römischen Generälen der späten Republik und der frühen Kaiserzeit einen wichtigen Ausgangspunkt für die weitergehende Problematik, in welchem Verhältnis Persönlichkeiten wie Caesar, Pompejus oder auch Augustus zu dem großen Welteneroberer Alexander standen und wie dementsprechend diese vor dem Hintergrund seiner Leistungen zu beurteilen seien, zumal sie in zahlreichen literarischen Quellen auch als Nachahmer des großen Makedonen erscheinen. 2 In diesem Sinne waren entsprechende Forschungsansätze insbesondere davon geprägt, ob überhaupt und grundsätzlich eine imitatio Alexandri bei der untersuchten Persönlichkeit festzustellen sei.Besonders einflussreich in diesem Zusammenhang war der Beitrag von P. Green, der die unterschiedlichen Ausprägungen der Bezugnahmen auf Alexander den Großen in die Kategorien aemulatio, imitatio und comparatio unterteilte.3 Im Falle des Pompejus zum Beispiel war die Frage nach einer imitatio Alexandri umstritten und die betreffende Diskussion vermag aufgrund dessen auch einen kleinen Hinweis auf die manchmal schwierig zu bewertenden literarischen Quellen zu geben.4 In der Analyse des archäologischen Materials liegt für die Beurteilung des Phänomens indes eine Chance, die meines Erachtens noch nicht 1
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