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Kurt Vonneguts Erinnerungsroman über die Zerstörung von Dresden, Slaughterhouse-Five, erschien 1969 in den Vereinigten Staaten, in einer Zeit, als das ganze Land vom Protestklima gegen den Vietnam-Krieg gekennzeichnet wurde. In die mühsam rekonstruierten Kriegslandschaften und Kriegsoperationen gehören nicht nur Menschen, sondern auch Tiere: von den traditionellen companion species der Menschen (Hunde und Pferde), über Vögel und geschlachtetes Vieh, bis hin zu den kleinsten Lebewesen, die die Uniformen der Soldaten bevölkern (Läuse, Bakterien und Flöhe). Sie sind nicht nur Gegenstand des literarischen Diskurses, sondern auch „Akteure“, die mit dem Erzählprozess interagieren und an der Gestaltung des Textes mitwirken. Außerdem aktiviert Vonneguts Erzählverfahren bei den Leser/innen Einfühlungsprozesse für das Leiden der jeweils betroffenen Tiere und macht durch häue Mensch-Tier-Parallelisierungen auf das gemeinsame Schicksal von menschlichen und nicht-menschlichen Individuen aufmerksam. Auf diese Weise stellt Slaughterhouse-Five ein hervorragendes Beispiel für ein Mensch-Tier-Kollektiv dar, bei dem sich nicht nur ästhetische, sondern auch politische Instanzen überschneiden und überlappen.
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