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Den Nagel auf den Kopf treffen und einen Nagel einschlagen - mit diesen beiden Ausdrücken wird das Spektrum der phraseologischen Wortverbindungen zwischen stärkerer und schwächerer Festigkeit angezeigt. Damit sind auch zwei hauptsächliche Fragestellungen indiziert, die die Phraseologieforschung seit ihren Anfängen bestimmt haben: einerseits diejenige nach den „auffalligen" festen Wortverbindungen, den Idiomen, andererseits diejenige nach den scheinbar selbstverständlichen Verbindungen von Wörtern, die gerade nicht auf den ersten Blick ins Auge fallen, den Kollokationen. Anschließend an eine Abgrenzung des Objektbereichs der Phraseologie soll eine Skizze einiger Forschungslinien zeigen, welche Bereiche der Phraseologie gut erforscht sind und wo Desiderate bestehen. Etwas genauer wird auf die problematische Schnittstelle von Grammatik und Phraseologie eingegangen. Aus dem Überblick soll einerseits hervorgehen, dass sich Phraseologie, metaphorisch gesprochen, nicht mit Kraut und Rüben befasst, dass aber andererseits eine forschungsgeschichtliche Verschiebung von den bisher als Kräutern gehandelten Idiomen zu den weniger beachteten Rüben zu prognostizieren ist.
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