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Ein Buch von 776 Seiten zum Preis von 150£: Lohnt sich das? Diese Frage wird sich jedermann stellen, der die Anzeige des Elgar Companion to Public Choice liest. Meine Antwort lautet ohne Zogern: ja. Das Buch enthalt dreisig Aufsatze aus allen Gebieten von Public Choice, die in grob gesprochen drei Teile geteilt sind: Grundlagen, okono mische Theorie der Verfassung und Anwendungen (die ihrerseits weiter untergliedert sind). Was der Leser als Doktrin von Public Choice erwartet, beginnt schon im ersten Kapi tel mit einem Schisma. Wer hat Recht: Die Virginia-Schule von Public Choice mit ihren im wesentlichen pessimistischen Aussagen? Nach ihrer Sicht stellen die Regeln der re prasentativen Demokratie keine wirkliche Schranke fur Politiker und ihre Interessen gruppen dar, die Politik fur eigene Zwecke auszunutzen, sie zu pervertieren und destabi lisierende makrookonomische Masnahmen zu ergreifen. Oder treffen eher die optimisti schen Aussagen der Chicago-Schule zu? Ihren Aussagen zufolge sind die Wahler gut in formiert und daher in der Lage, durch Wahlen eine effektive Kontrolle uber die Politiker auszuuben. Interessengruppen konnen die Politik nicht wirklich dominieren. Sie geben eher Anlas, politische Kompromisse zu suchen. Konjunkturpolitik stellt keine wirkliche Gefahr dar, da sie unter den neu-klassischen Grundannahmen ohnehin weitgehend wir kungslos ist. Letztlich bestimmt der Medianwahler in einem mehrdimensionalen Ent scheidungsraum die Politik. Beide Theorien werden von W. C. Mitchell ausfuhrlich dar gestellt. In seinem Fazit zweifelt er allerdings daran, das sich diese Gegensatze jemals auflosen werden.
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