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Globalisierung und die fortschreitende Verflechtung der Mitgliedslander der Europaischen Union fuhren zu neuen Anforderungen an und Chancen fur die Burger in Europa. Wollen diese am Europaisierungsprozess partizipieren, indem sie z. B. im Ausland studieren oder arbeiten, dann mussen sie die Sprache des jeweiligen Landes sprechen. Transnationales sprachliches Kapital wird damit zu einer zentralen Ressource der Teilhabe am Europaisierungsprozess. Jurgen Gerhards rekonstruiert die Rahmenbedingungen, unter denen Mehrsprachigkeit zu einer zentralen Ressource geworden ist. Auf der Grundlage einer Umfrage in 27 Landern der EU analysiert er die Fremdsprachenkompetenz der Burger Europas; dabei gelingt es ihm, die enormen Unterschiede, die sich in der Ausstattung mit transnationalem sprachlichen Kapital zwischen und innerhalb der Lander zeigen, systematisch zu erklaren. Gerhards pladiert fur eine radikale Umkehr in der Sprachenpolitik der EU, indem er sich fur die verbindliche Einfuhrung des Englischen als ‚lingua franca’ in Europa ausspricht.
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