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Über das hohe Alter weiß man im Grunde recht wenig, weshalb sich Mythen von Gebrechlichkeit und Verfall hartnäckig halten. Der Aufsatz setzt bisherige Forschungsarbeiten in einen Zusammenhang, sodass Lücken deutlich erscheinen. Drei Axiome, die belegt werden, sollen eine neue Diskussion über die Lebensalter des Menschen und ihre Bedeutung einleiten. Zum Ersten zeigt sich mit dem demografischenWandel, dass die menschliche Lebensspanne immer mehr ausgenutzt wird. Alle Lebensphasen verändern sich radikal. Zum Zweiten birgt die sich herausschälende Phase des (wahren hohen) Alters in sich die Kompetenz eines Spätwerks, was für eine Dreiteilung des Lebenslaufs in Kindheit – Erwachsenenalter – Alter spricht. Der Einfluss von Kultur und Umwelt ist im Alter am größten. Zum Dritten sind Begegnung, Dialog und Tätigkeit von Jung und Alt die herausragenden kulturellen Einflussfaktoren für beidseitige Entwicklungsförderung. Grundlage sind die Symmetriegesetze der Natur.
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