No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Eine abschließende Antwort auf die Frage nach den allgemeinen Wachstumspotenzialen durch E-Commerce kann noch nicht gegeben werden.Möglich sind aber prinzipielle Überlegungen dazu, wie der elektronische Handel das Wirtschaftswachstum beeinflussen könnte.Ein eindeutig positiver Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt entsteht durch Produkt-oder Dienstleistungsinnovationen, die nur elektronisch gehandelt werden.Schwer abzuschätzen sind die Auswirkungen der Substitution von Vertriebskanälen durch E-Commerce und dessen Rolle bei der Verlagerung von Handelsströmen im internationalen Maßstab.Bei dem durchaus bedeutsamen Verkauf gebrauchter Güter im Internet wird es einen Anteil geben, der den Kauf neuwertiger Produkte substituiert (negativer Einfluss auf das Wirtschaftswachstum) und einen anderen Teil, der einen Bedarf befriedigt, der vorher (wegen der Intransparenz oder Nicht-Existenz des Angebots) nicht abgedeckt werden konnte.Für den zweiten Fall ist ein positiver Beitrag zum Wirtschaftswachstum zu erwarten.Die Entwicklung des E-Commerce wird auch nach dem Ideal des "friktionslosen Marktes" beurteilt.In diesen Märkten hoher Transparenz -so die Annahme -sei die Wettbewerbsintensität besonders ausgeprägt und die Preise näherten sich deshalb den Grenzkosten an.Die Empirie zeigt aber: Trotz E-Commerce ist die Preisstreuung zwischen den unterschiedlichen Online-Anbietern beträchtlich, und die Preise im Internet sind nicht generell günstiger als im stationären Einzelhandel.Mit Hilfe des Internets eröffnet der E-Commerce die Möglichkeit, räumliche und kommunikative Distanz zwischen Hersteller und Kunde leichter zu überwinden.Die (Zwischen-)Handelsstufe könnte wegfallen, und die dort anfallenden Handelsmargen könnten dem Produzenten und dem Konsumenten direkt zukommen.Solche Direktvertriebskonzepte existieren zwar in verschiedenen Wirtschaftsbereichen, aber der Gegentrend scheint eher stärker: alte Intermediäre werden gestärkt und neue Intermediäre -Cybermediäre -kommen hinzu.Aus prinzipiellen Überlegungen heraus ist anzunehmen, dass die "Internetökonomie" Konzentrationstendenzen eher befördert als behindert.Bei digitalen Produkten und digitalen Dienstleistungen verschiebt sich im Vergleich zu herkömmlichen Produkten und Dienstleistungen das Kostenverhältnis von den variablen zu den fixen Kosten.Dies spricht für hohe Skaleneffekte, die einerseits Großunternehmen besser ausnutzen können und andererseits die Konzentrationstendenzen weiter unterstützen.Deshalb wird eine kontinuierliche Beobachtung der Konzentrationstendenzen durch E-Commerce und möglicher wettbewerblicher Beschränkungen notwendig sein sowie -wegen der starken Begriff des E-Commerce und verwandte Begriffe E-Business (elektronischer Geschäftsverkehr) umfasst sowohl Transaktionen innerhalb von Unternehmen und Unternehmenskooperationen als auch auf öffentlichen Märkten.Es wird darunter jede Art von wirtschaftlicher Tätigkeit auf der Basis computergestützter Netzwerke verstanden.E-Commerce (elektronischer Handel) ist ein Teilbereich des E-Business.E-Commerce umfasst diejenigen Transaktionen auf einem Markt, durch die der Austausch von wirtschaftlichen Gütern gegen Entgelt begründet wird und bei denen nicht nur das Angebot elektronisch offeriert, sondern auch die Bestellung (bzw.die Inanspruchnahme) elektronisch unter Verwendung interaktiver Medien ohne Medienbruch erfolgt.Nach der Art der genutzten Medien kann man des Weiteren unterscheiden: • I-Commerce (Internethandel) bezeichnet den Teilbereich des E-Commerce, der sich des Internets als computergestütztes Netzwerk bedient.• Ein anderer bedeutender Teil des elektronischen Handels zwischen Unternehmen wird über spezielle, proprietäre Netzwerke für den kommerziellen Datenaustausch nach dem EDI-Standard abgewickelt.• M-Commerce (mobiler, elektronischer Handel) bezeichnet den Bereich des E-Commerce, der mit Unterstützung von Mobilfunkgeräten oder anderen mobilen Endgeräten ortsunabhängig über computergestützte, interaktive Netzwerke abgewickelt wird.• TV-Shopping (fernsehgestützter Handel) bezeichnet jene Form des Vertriebs von Gütern, bei der die Waren über ein Fernsehgerät angeboten werden.Das traditionelle TV-Shopping (auch "home shopping"), bei dem die Bestellung über das Telefon erfolgt, zählt nicht zum E-Commerce, da das Element der ohne Medienbruch vollzogenen Interaktivität fehlt.Erst beim interaktiven digitalen Fernsehen mit Rückkanal wird das TV-Shopping zu einem Segment des elektronischen Handels.
Loading…
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.