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In zahlreichen Veröffentlichungen über das Internet geht es um die Frage, inwieweit die Benutzung internetbasierter Medien zur Unterstützung demokratischer Prozesse beiträgt (z.B. Abold 2006; Albrecht et al. 2005; Bieber 2005; Donath 2001; Rilling 1997; Leggewie 1996; Buchstein 1996; Rheingold 1991; 1994; Neymanns 1996; Roesler 1997; Gates 1995; Negroponte 1995; Wetzstein et al. 1995 uvam.). Das demokratiefördernde Potential des Internet wird zu einem Großteil aus einer technischen Eigenschaft abgeleitet. Danach sind alle Teilnehmer prinzipiell gleichstellt, insbesondere was die Nutzung der interaktiven Medien, wie Newsgroups, Chat-Kanäle und Mailinglisten angeht. Es käme hier, so wurde oft behauptet, zu einem vorpolitischen, nichthierarchischen und nicht expertokratischen Meinungsaustausch, analog des Ideals eines deliberativen Diskurses (Leggewie 1996). Ein vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) herausgegebener Bericht warnt gar vor Gefahren für die repräsentative Demokratie und möchte eine auf den neuen interaktiven Medien basierende Bürgerbeteiligung auf den kommunalen Bereich eingeschränkt wissen (Rat für Forschung, Technologie und Innovation 1995; kritisch auch Kühnhardt 1996).
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