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Die technologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Kommunikation verändern sich rapide. Einher gehen zahlreiche Innovationen im Bereich von Medien, Computer und Informationsinfrastruktur. Daraus ergibt sich für alle Wissenschaften, die diese Entwicklungen begleiten, die Frage, inwieweit sich die Wissenschaft selbst ändern muss, ob die etablierten Theorien, Methoden und Forschungsbereiche noch angemessen sind, um mit diesen Entwicklungen theoretisch und methodisch Schritt zu halten. Dies betrifft in besonderem Maße auch die Kommunikationswissenschaft als Wissenschaft der Mediengesellschaft, wie es in einem Selbstverständnispapier der Deutschen Gesellschaft für Kommunikations- und Publizistikwissenschaft (DGPuK, 2000) heißt. Nicht umsonst ist also die Selbstverständnisdebatte in unserem Fach erneut auf die Tagesordnung geraten, und in zahlreichen Seminaren und Diskussionsforen wird sie zum Teil kontrovers geführt. Bevor ich zur Frage der ‚neuen Kommunikationswissenschaft‘ Stellung nehme, möchte ich diese zunächst begrifflich von anderen Wissenschaften, die sich mit dem Generalthema Kommunikation befassen, abgrenzen. Dies tut Not, wie schon ein Blick auf die Bezeichnungen von Instituten und Studiengängen selbst zeigt: Oft stimmen nicht einmal an einem Ort Name des Instituts und des Studiengangs überein. So heißt z.B. eine Einrichtung „Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft“, der Studiengang dagegen „Angewandte Medienwissenschaft“.
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