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Die Diskussion um Individualisierung und Pluralisierung von Lebensformen hob das „living apart together“ als die Lebensform der Zukunft unter den alternativen Lebensstilen spektakulär hervor. Die Begrifflichkeit dieser Lebensform ist aber keineswegs eindeutig: Die Niederländerin C. J. STRAVER1 prägte den Begriff des „living apart together“. Sie bezeichnet damit eine Lebensform mit scharf voneinander abgegrenzten Lebensbereichen, sei es als getrennte Haushalte, sei es als getrennte Sozialsphären, wie Freundeskreise. HOFFMANN-NOWOTNY (1988) versteht darunter einen „Familientyp..., dessen Mitglieder in zwei Haushalten ‘getrennt zusammenleben’“2. BERTRAM3 definiert unter diesem Begriff eine Lebensform von verheirateten Paaren mit zwei getrennten Haushalten. PEUCKERT erfaßt das „getrennte Zusammenleben“ als einen „Lebensstil zwischen Alleinleben und dem unverheirateten Zusammenleben als Paar“4. Unter dem Begriff „Commuter-Ehen“, der aus dem anglo-amerikanischen Raum stammt, wird eine besondere Form von Pendler-Ehen verstanden, deren räumlich-zeitliche Trennung aus arbeitsmarktspezifischen Gründen oder der Karriereorientierung beider Partner herrührt.5 Seefahrer und Pendler, die aus beruflichen und ökonomischen Gründen eine „Wochenendehe“ oder vielleicht sogar nur eine „Monatsehe“ führen müssen, gehören im weiteren Sinne dazu.
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