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Der Zusammenhang von Massenkommunikation und sozialem Wandel gehört nach wie vor zu den unbewältigten Herausforderungen der Forschung im Konvergenzbereich von Soziologie, Politik- und Kommunikationswissenschaft. Dafür werden vielerlei Gründe genannt, unter anderem der, daß die zuständigen Referenzdisziplinen Soziologie und Politikwissenschaft selbst mannigfaltige (Theorie) Probleme mit dem sozialen Wandel haben. Solange die Gesellschaftswissenschaften, so wird argumentiert, anstelle einer unbestrittenen theoretischen Grundlage einen Strauß konkurrierender theoretischer “Ansätze” zu dessen Analyse anböten, könne auch der publizistikwissenschaftliche Zugriff auf das Thema nur unvollkommen und vorläufig sein (vgl. Saxer 1994: 331). Wenngleich dieser Hinweis seine Berechtigung haben mag, ist auch die Gegenthese kaum von der Hand zu weisen, wonach die zeitgenössische Kommunikationsforschung nach wie vor nicht unter zuviel, sondern unter zuwenig theoretischer Anregung oder Irritation “leidet” und insoweit eine Anreicherung um zusätzliche Theorieperspektiven zumindest nicht schaden kann. Dabei scheint seit einiger Zeit die neuere soziologische Systemtheorie in das theoretische Vakuum vorzudringen. Dieser Linie folgend knüpfen die nachstehenden Überlegungen an einschlägigen Vorarbeiten zur systemtheoretischen Konzeptualisierung des Verhältnisses von politischem und publizistischem System an.
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