Mit dem verbreiteten Einsatz neuer Informations-und Kommunikationstechnologien seit Beginn der 1990er-Jahren unterliegen Stadtplanungsprozesse in verstärktem Maße digitalen »Mediatisierungsprozessen« (Krotz 2007; Hepp et al. 2015; Christmann et al. 2020).Besonders markant zeigt sich dies an der Zunahme digitaler Visualisierungen zur Darstellung von geplanten Gebäuden oder Stadtquartieren, die gleichermaßen für die »interne« als auch die nach »außen« gerichtete, öffentliche Planungskommunikation verwendet werden.Insbesondere digital erstellte fotorealistische Bilder, sogenannte »Renderings«, sind zu einer wichtigen Form der Visualisierung von Zukunftsvorstellungen geworden (Rose et al. 2014).In besonders anschaulicher Weise wirken sie auf zukünftige räumliche Veränderungen des Stadtraums und der Sozialwelt ein: Als visuelle Kommunikationsmedien evozieren sie eine bildlich-materielle Imagination von räumlichem Wandel.Auch aus diesem Grund finden Renderings in der öffentlichen Berichterstattung zu geplanten Stadtentwicklungsprojekten (u.a. in Zeitungen und Magazinen) zunehmende Verbreitung.Die Visualisierung von Architektur, das heißt die Verhältnisbestimmung zwischen geplanten Räumen und ihren visuellen Entwürfen und Repräsentationen, findet in der Soziologie bislang nur sehr geringe Aufmerksamkeit (Löw 2009; Steets 2015: 106ff.
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