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Das Wort ›Vitalismus‹ verwendet zuerst wahrscheinlich P. Thouvenel, ein französischer Arzt aus Montpellier, in einer Preisschrift, die im Jahr 1780 erscheint.1 Auch in der zwei Jahre später herausgekommenen deutschen Übersetzung dieser Schrift erscheint der Ausdruck an der entsprechenden Stelle.2 Die in französischen Handbüchern vielfach genannte Schrift von P.-J. Barthez aus dem Jahr 1775 enthält das Wort dagegen wohl nicht.3 Thouvenel bringt den Vitalismus in Zusammenhang mit dem »Spiritualismus der ersten Zeiten« in der griechischen Antike (»le Vitalisme ou le Spiritualisme des premiers temps«).4 Seit Anfang des 19. Jahrhunderts dient das Wort insbesondere zur Bezeichnung der Lehrmeinung der medizinischen Schule von Montpellier (Bordeu und Barthez), nach der in allen Lebewesen ein vitales Prinzip (»principe vital«) existiert, das sowohl von den Prinzipien der »denkenden Seele« als auch von den anorganischen Naturkräften unterschieden wird. Barthez versteht unter dem vitalen Prinzip 1775 einfach die Ursache, die in einem Lebewesen alle Lebensphänomene hervorbringt (»j’appelle Principe Vital de l’homme, la cause qui produit tous les phénomènes de la vie dans le corps humain«).5
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