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Die Idee, über regelmäßige Bestandsaufnahmen Grundlagen für künftiges Handeln zu gewinnen, ist im deutschen Bildungswesen relativ neu. Zwar gab es bereits in der Vergangenheit Versuche einer Dauerbeobachtung der bildungspolitischen Entwicklung. Doch sind diese Ansätze meist nicht über einen oder wenige Berichte hinausgekommen. 1975 legte beispielsweise der Deutsche Bildungsrat mit dem „Bericht ’75 – Entwicklungen im Bildungswesen“ (Deutscher Bildungsrat 1975) zum ersten Mal einen Versuch einer umfassenden Bestandsaufnahme vor. Der Bericht beschreibt quantitative und qualitative Entwicklungen seit Beginn der sechziger Jahre bis hin zur Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich sowie im tertiären Bereich. Sein besonderes Verdienst liegt in seinem umfassenden An-spruch sowie den perspektivischen Vorschlägen zur Weiterentwicklung in den einzelnen Stufen und Bereichen des Bildungswesens. Im Zentrum der Analyse stehen die Übergänge an den Schnittstellen des Bildungssystems. Als Folge der Auflösung des Deutschen Bildungsrats fand dieser Bericht keine Fortsetzung.
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