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Korpuslinguistische Diskursanalyse: Der Nutzen empirisch--quantitativer Verfahren Noah Bubenhofer/Joachim Scharloth (Dresden) 1 Warum Korpuslinguistik?Neuere diskurslinguistische Arbeiten kommen selten umhin, korpuslinguistische Methoden anzuwenden, um ihre Datengrundlage zu analysieren, zumal wenn die Datengrundlage aus geschriebenen Texten besteht und in umfangreicher Menge in digitaler Form zur Verfügung steht.Bei den eingesetzten Methoden handelt es sich einerseits um mehr oder weniger elaborierte Suchstrategien, um Belege für bestimmte vermutete Phänomene zu finden (Wortverwendungen, Phrasen, Topoi, Metaphern etc.) und deren Distribution im Korpus zu erfassen, andererseits aber auch um Methoden, um überhaupt erst Hypothesen über die Existenz von Phänomenen auf der Basis linguistischer Analysen zu gewinnen.Mit Hilfe dieser Methoden kann eruiert werden, welche Lexeme oder syntagmatischen Muster typisch für bestimmte Bereiche des Korpus oder welche Texte bezüglich sprachlicher Merkmale ähnlich oder unähnlich sind.Entsprechende Befunde können dann diskurslinguistisch gedeutet werden und dienen der empirischen Unterfütterung diskurslinguistischer Hypothesen.Ob dabei die Deutung eher dem deskriptiven oder dem kritischen Paradigma folgt, ist dabei vorerst zweitrangig.Wir wollen aber zeigen, dass eine quantitativ--empirische Unterfütterung sowohl deskriptiven als auch kritischen Ansätzen hilft, ein besseres Argument für die Interpretation zu haben.So anerkannt der Einsatz korpuslinguistischer Methoden in der Diskurslinguistik zu sein scheint, so werden jedoch auch immer wieder Grenzen der Korpuslinguistik genannt
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