No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Zusammenfassung. Die angewandte Psychologie diente von circa 1920 bis 1960 als Hilfsmittel in einem System der “Totalerfassung“ und Steuerung aller Berufseingänge. Man wollte “den richtigen Mann an die richtige Stelle“ bringen. Gleichzeitig boten die örtlichen Arbeitsämter psychologische Eignungsprüfungen an, um die Arbeitgeber an sich zu binden. Trotz der ehrgeizigen Pläne für die angewandte Berufspsychologie wuchs die Zahl der Psychologen nur langsam an; die Organisation der Anwendung wurde kaum zentralisiert; die Methoden, die aus einer Mischung aus Fähigkeits- und Intelligenzprüfungen und Charakterdiagnosen bestanden, ermangelten einer Standardisierung und wissenschaftlichen Kontrollen. Nach 1960 ließen das Wirtschaftswunder und die Vollbeschäftigung eine “Totalerfassung“ der Arbeitsmarktvorgänge immer unrealistischer erscheinen. Diese Bedrohung der Rolle der Berufsberatung bewirkte einen grundlegenden strategischen Wechsel im Denken der Bundesanstalt für Arbeit: sie verwandelte sich jetzt in einen Dienstleister, der weniger Kunden - oft die Weniger-Erfolgreichen des Wirtschaftswunders - jetzt intensiver beraten würde. Von diesem Umdenken profitierte der Psychologische Dienst am meisten.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 0 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.