No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
1922 veröffentlichten Alfred Stieglitz und Paul Strand in der Zeitschrift MSS die Ergebnisse ihrer Umfrage, ob Fotografie in den letzten Jahren eine neue Bedeutung gewonnen habe, die dem gleichkomme, was einmal Kunst genannt worden sei. Marcel Duchamp antwortete damals: »You know exactly what I think about photography. I would like to see it make people despise painting until something else will make photography unbearable.«1 Der provokatorische Gestus könnte täuschen: An dieser Antwort ist bemerkenswert, wie Fotografie von Duchamp als Gegenstand des Denkens ausgewiesen wird. Die Fotografie denken — den Begriff des Fotografischen nicht nur als Ausdruck bestimmter Verfahrensweisen und Strategien, sondern als theoretische Kategorie zu nehmen — heißt gerade nicht, das Medium zu enthistorisieren. Die Geschichte der Fotografie ebenso wie ihre Begriffsgeschichte sind vielmehr sowohl von inneren Diskontinuitäten geprägt, auf einen derartigen Umbruch zielt die Frage von Strand und Stieglitz, wie sie auch selbst eine historische Zäsur markieren, deren gesellschaftlicher Bedeutungsgehalt wiederum überholt werden kann -und gegenwärtig auch wird.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 4 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.