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Die beiden Komposita Ikonographie (Ig.) und Ikonologie (Il.) leiten sich ab von griech. eíkon (›[Ab-] Bild‹) und graphein (›[be-]schreiben‹) bzw. lógos (›Wort, Rede‹); eikonographía kann in der Antike — bei Strabon (Geographika, 15, 1, 69) — die ›Beschreibung durch eine figurative Darstellung‹ oder — bei Aristoteles (Poetik, 1454 b 9) — im eingeschränkteren Sinne ›Poträtdarstellungen‹, eikonologia — bei Platon (Phaidros, 267c und 269a) — ›das bildliche Reden‹ bezeichnen. Beide Begriffe haben erst im zweiten und dritten Viertel des 20. Jh. ihre — zumindest für die Kunstgeschichte und Archäologie seitdem in den Grundzügen feststehende — Bedeutung im Zusammenhang mit der inhaltlichen Deutung zunächst von Werken der bildenden Kunst erhalten. Prägend für ihre Definition war ein dreistufiges Interpretationsmodell, das E. Panofsky in seinen wesentlichen Zügen erstmals in einem Vortrag 1931 (veröffentlicht: Zum Problem der Beschreibung und Inhaltsdeutung von Werken der bildenden Kunst.
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