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Ging es in der ersten Sektion um Raumordnungen des Wissens, in der zweiten um reale und symbolische, auch gattungstheoretische Kartographien, innerhalb derer Literatur platziert ist, in der dritten um solche Räume, die Literatur entwirft oder darstellt, so in der letzten sowohl um kulturelle Topographien wie um Topographien des Kulturellen. Damit werden teilweise Probleme, Themen und Theorien berührt, die üblicherweise unter dem Titel der interkulturellen Literaturwissenschaft verhandelt werden. Nationale Literaturen sind zum einen seit dem Mittelalter in internationale Austausch- und Diffundierungsprozesse verflochten, zum anderen aber thematisieren und reflektieren sie jene machtförmigen oder dialogischen, identitäts- oder differenzerzeugenden, abgrenzenden oder komprehensiven Mechanismen, die aus interkulturellen Begegnungen, Durchdringungen und Kolonisierungen, aber auch aus kulturellen Vermischungen und Hybridisierungen entstehen. Die literarischen Figuren der Interkulturalität stehen dabei durchaus in Abhängigkeit oder in Wechselwirkung zu den dominanten Formen der kulturellen Topographien selbst: im Rahmen eines christlich-katholischen Europas entwickeln sich interregionale Verflechtungen und kulturdialogisierende Literaturformen anders als im Zeitalter des Kolonialismus, der innerchristlichen Spaltungen, der nationalen Antagonismen oder der technisch-industriellen und ökonomischen Globalisierung und kulturellen Migrationen.
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