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Richard Wagner kündigte nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 im Züricher Exil das Kunstwerk der Zukunft als Gesamtkunstwerk an. Er suchte ein Werk zu schaffen, in dem sich das deutsche Volk, wie die Athener in der griechischen Tragödie, als eine Gemeinschaft freier Bürger manifestiert sehen konnte. Wie in den Aufführungen in Athen die einzelnen Künste zusammenwirkten, wie sie in der musikë eins gewesen waren, so sollten sie wieder zusammenfinden in einem Gesamtkunstwerk als einem Festspiel, in dem die Zuschauer durch die Erzählform des Mythos von Herkunft und Zukunft erfahren. Das Wort ›Gesamtkunstwerk‹ hat Wagner als Bezeichnung für sein Werk abgelehnt, ebenso wie die Bezeichnung ›Musikdrama‹. Sein Gegenstand war die Tragödie, die er durch den Mythos, das Festspiel und die musikë bestimmt sah.
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