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Als konstitutiv für die bürgerliche, europäische Stadt gilt seit den Arbeiten von Jürgen Habermas (1990) und Hans-Paul Bahrdt (1998[1961]) die Polarität von Öffentlichkeit und Privatheit.Diese Polarität -so eine häufig vertretene These (vgl.Herlyn 2004; Selle 2004) -verfällt.In der Stadtsoziologie und -planung wird insbesondere der Verfall des öffentlichen Raums diskutiert, der durch vielfältige Formen der Privatisierung und Überwachung oder durch zunehmende Kriminalität bzw.kleinere "incivilities" gefährdet sei.Im folgenden Beitrag wird diese These auf der Basis vorläufiger Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts zum Qualitätswandel des öffentlichen Raums überprüft.! Im ersten Teil werden vier Dimensionen der Polarität von Öffentlichkeit und Privatheit dargestellt, zentrale Charakteristika öffentlicher Räume benannt Das Forschungsprojekt "Kontrolle und öffentlicher Raum" der Arbeitsgruppe Stadtforschung, Carl von Ossietzky Universität 01denburg, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert (Laufzeit 1/04-1/06).In dem Projekt werden exemplarisch eine traditionelle innerstädtische Geschäftsstraße und eine privat betriebene Shopping Mall untersucht.Im Zentrum steht die Bedeutung unterschiedlicher Formen von Kontrolle für den Öffentlichkeitscharakterder Orte und deren Wahrnehmung durch zwei Nutzergruppen: Frauen zwischen 40 und 60 Jahren und männliche Jugendliche/Heranwachsende zwischen 14 und 21.
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