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Vor dem Hintergrund von neu entstehenden Spaltungs- und Konflikt linien in den Städten greift dieser Beitrag die aktuellen stadtpolitischen und wissenschaftlichen Debatten um den Begriff der Reurbanisierung auf und diskutiert die Tragfähigkeit der bisher entwickelten Erklärungsansätze. Die vorliegenden Reurbanisierungsbefunde werden dabei als Aus druck einer zunehmenden räumlichen Fragmentierung der Städte angesehen. Die gestiegene Attraktivität der Innenstadt als Arbeits- und Wohnort geht mit der Herausbildung von bran chen- und lebensstilspezifischen Enklaven einher, die Tendenzen der Exklusion und Ab schottung aufweisen und den traditionellen Charakter des Städtischen in Frage stellen. Die wachsende Nachfrage nach innerstädtischen Standorten verstärkt dort die Nutzungskonkur renzen und hat eine Reihe von neuen Konfliktlinien hervorgebracht, die sich in veränderten Ak teurszusammensetzungen und Themenstellungen von städtischen sozialen Bewegungen niederschlagen. Die Reurbanisierungsforschung – so die Argumentation des Beitrages – steht vor der Herausforderung, die Positionen der verallgemeinernden Gegenstandsbe schreibungen zu verlassen und die sozialen, ökonomischen und kulturellen Spaltungen der aktuellen Neuordnungsprozesse des Städtischen in den Blick zu nehmen.
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