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Zusammenfassung Ziel Weisheit kann verstanden werden als Fähigkeit, unlösbare Probleme zu lösen. Weisen Menschen gelingt es besser, verschiedene schwierige Lebenssituationen zu bewältigen. Dabei helfen ihnen Weisheitsstrategien. Fraglich ist, ob in verschiedenen schwierigen Lebenssituationen die gleichen oder verschiedene Weisheitsstrategien benötigt werden. Diese Studie geht deshalb der Frage nach, ob Menschen die gleichen oder unterschiedliche Weisheitsstrategien für sinnvoll halten, wenn sie mit zwei verschiedenen Lebensproblemen konfrontiert werden. Methodik Insgesamt 416 Personen (40,4 Jahre alt) lasen jeweils zwei Vignetten, eine zu einer beruflichen Problemsituation und eine zu einer privaten Problemsituation. Für jede Situation schätzten sie ein, wie stark sie den angebotenen Weisheitsstrategien, bezogen auf die jeweilige Situation, zustimmten. Die Weisheitsstrategien wurden mittels Selbstbeurteilungsfragebogen erfasst. Ergebnisse Die Befragten stimmten den Weisheitsstrategien für beide Situationen ähnlich stark zu. Für beide Situationen stimmten sie am stärksten der Bedeutung von Fakten- und Problemlösewissen, Emotionswahrnehmung und -akzeptanz, Wertrelativismus sowie Problem- und Anspruchsrelativierung zu. Die Reihenfolge der übrigen acht Weisheitsstrategien ist für beide Situationen dieselbe. Diskussion und Schlussfolgerung Menschen tendieren dazu, allgemeinen Weisheitsstrategien zuzustimmen, ungeachtet der situationsspezifischen Hinweisreize. Weisheitsstrategien werden über verschiedene Lebenssituationen hinweg für sinnvoll erachtet. Das ist bedeutsam für die Gestaltung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Förderung psychischer Resilienz.
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