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In den Sprachprodukten und kommunikativen Praktiken der bilingualen Angehörigen diverser deutscher Minderheiten begegnet man nicht selten Erscheinungen, die Abweichungen von der einsprachigen Norm der in Kontakt stehenden Sprachen darstellen. Eine Apostrophierung derartiger Normabweichungen als „Fehler“ wird im Falle der Minderheitensprache allerdings immer öfter abgelehnt. Was ist der Grund dafür? Und heißt das, dass bilinguale Benutzer einer Minderheitensprache keine Fehler machen? Lässt sich hier von sprachlicher Innovation sprechen, die zum Sprachwandel führt? Im Beitrag sollen dazu einige Überlegungen angestellt werden, wobei die Ausführungen am Beispiel von geschriebenen Texten zweisprachiger Jugendlicher erfolgen, die in der Zeitschrift des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit in Polen „Antidotum“ erschienen sind.
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