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Am Gesetz, das alle Fälle seiner Anwendung trifft, richtet sich Aristoteles’ Rhetorik aus. Die Rhetorik des Trivium setzt eine Grammatik voraus, die Zufälle des Sprechens nicht kennt. Im ersten Fall gibt es Rhetorik, weil die einfache Anwendung des Gesetzes an der Schlechtigkeit der Leute scheitert. Im zweiten Fall, weil Grammatik den Zufall des Redens vernachlässigt. Rhetorik kommt nach dem Gesetz und nach der Struktur. Sie setzt beides voraus und stimmt ihre Verfahren auf das Gesetz der Struktur ab. Durch den Affekt der Überredung, der in der Kluft zwischen dem Gesetz und dem besonderen Fall liegt, werden Wörter aus ihren grammatischen Stellen umgesetzt. Und doch haben die Rhetoriken in der Tradition besonders von Quintilians Institutio oratoria auch immer wieder versucht, das Gesetz der Struktur und seine Aktualisierung in eins aufgehen zu lassen.
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