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Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit der konfessionelle Religionsunterricht in der Lage ist, sich mit kontroversen Themen (CIs) auseinanderzusetzen, insbesondere im Kontext einer superdiversen Gesellschaft. Am Beispiel des katholischen Religionsunterrichts in Deutschland wird die gängige Annahme untersucht, dass der konfessionelle Religionsunterricht im Vergleich zu integrativen Modellen von Religionsunterricht strukturelle Nachteile hat, wie z.B. eine eingeschränkte Perspektivenvielfalt aufgrund der Ausrichtung auf eine bestimmte Religionsgemeinschaft. Die Analyse zeigt sowohl die Herausforderungen als auch die potenziellen Stärken des konfessionellen Religionsunterrichts im Hinblick auf die Vermittlung von CIs auf. Die empirischen Ergebnisse deuten darauf hin, dass konfessioneller Religionsunterricht religiöse Mündigkeit und demokratische Werte fördern kann, wenn die Lehrkräfte didaktische Standards umsetzen. Herausforderungen wie die Gefahr der Indoktrination und die Vermeidung von CIs sind jedoch nach wie vor signifikant. Die Diskussion kommt zu dem Schluss, dass die Qualität des Unterrichts stark von kontextuellen und pädagogischen Faktoren abhängt, so dass auch konfessioneller Religionsunterricht einen qualitativ hochwertigen Kontroversenunterricht ermöglichen kann.
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